Geschichte

Geschichte

1979 gründeten private Schiffseigner den Verein Museumshafen Flensburg e.V. Sie sanierten mit eigenen Kräften das »Bohlwerk« (eine alte kaianlage) und begannen mit dem Aufbau einer Sammlung segelnder Berufsfahrzeuge. (Zeichnung: Die Gründerflotte)

Um hier die breite Unterstützung der Bevölkerung zu finden, wurde 1980 die erste »Rum-Regatta« für historische Segelfahrzeuge veranstaltet. Bereits 1984 galt der»Museumshafen Flensburg« als »Vorzeigestück der Traditionalistenszene« (Zeitschrift Yacht).

1984 konnte aus Anlass des Stadtjubiläums im historischen Zollpackhaus das Schiffahrtsmuseum eröffnet werden. Dies gelang mit massiver Unterstützung der privaten Initiative des Fördervereins Schiffahrtsmuseum e.V.

Der Förderverein Dampfschiff ALEXANDRA e.V. rettete in diesem Zeitraum Deutschlands ältestes seegehendes Passagierdampfschiff vor dem Abwracken und brachte es in Fahrt.

Damit war der Grundstock für den HISTORISCHEN HAFEN FLENSBURG gelegt.

1984/85 skizzierte der damalige Vorsitzende des Vereins Museumshafen Rainer Prüß erstmals ein umfassendes Entwicklungskonzept. Es enthielt die der Replik eines historischen Krahns, die Idee einer historischen Werft, eines Ausstellungs- und Freigeländes mit historischer Slipanlage, sowie den Aufbau einer Jollen-, Dampfer- und Yachtsammlung. Die maritime Geschichte Flensburgs und die städtebauliche Situation boten dazu alle Ansätze und Hintergründe.

1989/90 lud der Verein Museumshafen aus Anlass der sich rasant entwickelnden Rum Regatta erstmals auch zu einem Dampfertreffen.

Diese Idee wurde ab 1993 als »DampfRundum« in 2-jährigem Rythmus durch den Verein ALEXANDRA profiliert und konnte sich schnell zum festen Bestandteil der maritimen Großveranstaltungen entwickeln.

Sie wird heute durchgeführt durch die eigene Veranstaltungsfirma »Volldampf«.

1991 konnte die seit 1985 projektierte Replik des historischen KRAHNs von 1726 eingeweiht werden. Dies wurde zu großen Teilen mit Hilfe einer Spende der Fa. Danfoss ermöglicht.

1994 wird das Gesamtkonzept mit Unterstützung des Schiffahrtsmuseums und des Verkehrsvereins wiederholt in die öffentliche Diskussion gebracht.

Klassische Yachten nahmen ursprünglich an der Rum-Regatta teil. Anfang der 90er wurden sie vom Verein Museumshafen gezielt »ausgeladen« mit der Aufforderung, angesichts der Segelsportgeschichte Flensburgs eine eigene Veranstaltung auf der Förde zu organisieren.

1995 ergriff Oliver Berking die Initiative mit dem »Klassiker Festival« des Segelsports, später »ROBBE & BERKING Classics«. Auch diese Veranstaltung entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Event von europäischem Rang.

1995/96 konnte die 1984 konzipierte Idee der »Jollensammlung« mit einem eigenen »Lüttfischerhafen« am Nordende des Museumshafens realisiert werden. Hierbei halfen Spenden der Fa. JACOB CEMENT und des Bauhandwerks, sowie der Fa. M.Meesenburg

Von 1996 an realisierte Uwe Kutzner, Schiffseigner und Mitglied des Vereins Museumshafen Flensburg, die Idee der Museumswerft in Form einer gemeinnützigen GmbH. Nach mehreren Standortwechseln wurde 2001 der erste Bauabschnitt am jetzigen Standort fertiggestellt. Mit Hilfe von staatlichen Fördermitteln konnte so ein wichtiger Baustein zum Gesamtkonzept hinzugefügt werden.

Ab 2002 wird aus dem seit 1983 erscheinenden HAFENBLATT des Vereins Museumshafen das gemeinsame Organ der am Konzept beteiligten Vereine und Organisationen.
Das Gesamtkonzept HISTORISCHER HAFEN wird abermals breit in die öffentliche und politische Diskussion gebracht, um die Dampfer- und Yachtensammlung voranzubringen.

2004 setzt die Landesregierung mit Wirtschaftsminister Rohwer das Signal, das Konzept HISTORISCHER Hafen zu fördern.

2005 initiierten Günther Wulf und Rainer Prüß den Verein »Klassische Yachten Flensburg e.V.« mit dem Ziel, eine Klassiker-Sammlung aufzubauen, die die Geschichte des Segelsports in der Westlichen Ostsee aufzeigt. Der Verein startet mit 15 beispielhaften Yachten.

Mit Hilfe von Fördermitteln der Stadt Flensburg, des Landes Schleswig-Holstein und Europas konnten dann im Jahre 2007 der Klassiker-Hafen, eine Dampferbrücke und drei Service-Pavillons errichtet werden.